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- Definition: Visuelle Interpretation eines aus digitalen Daten
generierten Bildes, dass auf einer aufgaben-spezifischen
Datenaufbereitung und digitalen Bildverarbeitung (image enhancement)
basiert.
- Bearbeitung und Interpretation sollten dabei in einer, mit den Formen
und Prozessen des abgebildeten Raums erfahrenen Hand liegen.
- Auf die Fotointerpretation haben folgende Merkmale Einfluss:
- Farbe
- Struktur, Textur, Muster, Form
- Kontextinformationen
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- Dominanz abiotischer Faktoren am Spektralsignal
- geringe Wolkenbedeckung, niedriger H2O(g) -Gehalt, hohe Kontraste in
VIS, IR und TIR
- potentiell hoher Staubanteil in der Luft
- hohe Einstrahlung, Schlagschatten
- Kontrahierte Vegetation als Mischpixelsignal
- starke zeitliche räumliche Variabilität von an Niederschlag gebundene
Vegetation (z.B. Achab)
- Äolische Sedimente, Deflationspflaster, Wüstenlack liefern vom
Untergrund abweichende Oberflächensignale
- Paläoklimatisch vererbte Oberflächenmuster
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- geometrische Auflösung: 30mx 30m/ 120mx 120m (Band 6)
- spektrale Auflösung: 3 VIS, 1 NIR, 2 SWIR (MIR), 1 Thermal
- radiometrische Auflösung: 8 Bit
- temporale Auflösung: 16 Tage
- Möglichkeiten die geometrische Auflösung zu Verbessern ohne die
spektrale Auflösung zu verringern bietet ein zusätzliches
panchromatisches Band und eine höhere „effective dwell time“ des
rotierenden Spiegels (ETM+).
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- Ziel: Verbesserung der visuell wahrnehmbaren Darstellung von
Helligkeitsunterschieden (Farbunterschieden) durch
Kontrastmanipulationen.
- Methodik: Generierung neuer DN´s unter ausschließlicher Verwendung der
jeweiligen einzelnen bandabhängigen DN´s der zu berechnenden Pixel (“point
specific operations“).
- Diese Beziehungen können durch einen Graphen oder “look up table“ (LUT)
bearbeitet und dargestellt werden.
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- Definition: Graph, der jeweils von einem Band die Anzahl der Pixel einer
bestimmten DN gegen diese aufträgt. Aus den radiometrischen
Informationen können keine Rückschlüsse auf die räumliche Verteilung
gefolgert werden.
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- Ziel ist eine möglichst hohe Varianz der Informationen zwischen den
Kanälen, da Redundanz in Grautönen dargestellt wird.
- R = 7 (MIR), G = 4 (NIR) oder 3 (VIS), B = 1 (VIS)
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- Auf Grund der an die Sensoren gestellten Anforderung, ein globales
Reflexionsspektrum aufzeichnen zu können, wird in jedem Satellitenbild
nur ein eingeschränkter Range der 256 Graustufen genutzt:
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- Atmosphärenkorrektur (dark pixel substraction)
- Mosaikerstellung (histogram matching, image to image contrast matching)
- Maskierung
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- Ziel: Verbesserung der Verdeutlichung geometrischer und räumlicher
Details und Eliminierung von Bildstörungen.
- Methodik: Generierung neuer DN´s unter Berücksichtignung der DN´s
umliegender Pixel innerhalb eines jeweiligen Kanals („neighborhood
operations“, „template operations“, „convolution operations“).
- Diese Techniken können meistens durch ein „template“ bearbeitet und
dargestellt werden, wobei der neu zu berechnende Zentralpixel eine
Funktion desselben ist.
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- Definition: Fenster, mit bestimmten Einträgen, in ihrer Gesamtheit als
„Kernel“ oder „boxcar“ bezeichnet, werden Zeile für Zeile und Spalte für
Spalte über das Bild bewegt.
- Funktion: Die Kerneleinträge werden mit den jeweiligen ursprünglichen
DN´s der unterliegenden Pixel multipliziert (bzw. verglichen), dann
aufsummiert (bzw. statistisch ausgewertet) und mit dem Kerneleintrag des
Zentralpixels multipliziert.
- Der neue Wert kann mit dem ursprünglichen prozentual gewichtet werden
(„addback-Wert“). Randpixel werden ausgelassen.
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- Erhaltung von „low frequency components“, also einheitlichen Flächen
unter Eliminierung „ausbrechender Pixel“
- mean value smoothing
- median filtering
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- Betonung der „high frequency components“, also lokaler Variationen wie
Übergänge und Lineationen
- edge enhancement by substractive smoothing
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- resampling, z.B. bei Georeferenzierung (warping) über nearest neighbor,
bilinear, cubic convolution,
- resolution merge mit hochauflösenden PAN-Kanal über
Farbraumtransformation RGB – IHS
- Fourier transformation (spatial frequency domain)
- line detection
- shape detection
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- Ziel: Verbesserung der Darstellung der multispektralen Daten durch
Berechnung neuer alternativer Bänder mit höherer Informationsdichte oder
mit partieller Hervorhebung bestimmter spektraler Informationen.
- Methodik: Generierung neuer DN´s über lineare Operationen zwischen den
korrespondierenden DN´s eines Pixels in den verschiedenen Kanälen („vector
space operations“), die in eigenen Bändern abgelegt werden.
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- Definition: Division der DN´s eines Bandes durch korrespondierende DN´s
eines weiteren Bandes mit den Möglichkeiten n (n-1) wobei n = Anzahl der
Bänder.
- Merkmale: Unterschiede im Verlauf der miteinander dividierten
Spektralkurven werden unabhängig von ihren absoluten Reflexionswerten
dargestellt (intencity blindness). Reliefbedingte
Einstrahlungs-unterschiede werden herausgerechnet und die eigentlichen
materialabhängigen geringfügigen Farbunterschiede hervorgehoben.
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- Definition: Bandberechnung bestehend aus zusammengesetzten
mathematischen Ausdruck
- Beispiel: NDVI
- (Normalized Difference Vegetation Index)
- {(IR-R)/ (IR+R) +1} *126 Skalierung auf 8 bit DN
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- Ziel: Verdichtung der nicht redundanten Informationen eines
multispektralen Bildes, um sie im RGB- bzw. CMY-Raum optimal
gleichzeitig darstellen zu können.
- Methode: Konstruktion eines neuen Vektorraumes, bei der die Achsen
(Principal Components) Richtung „mean vector“ der Datenverteilung
gedreht werden. Dabei handelt es sich um eine lineare Kombination der
„raw data“, bei der die Nebendiagonaleinträge der Kovarianzmatrix
jeweils Null betragen.
- Merkmale: Die Daten der PC´s untereinander sind unkorreliert und die
Szenenvariation („dynamic range“) nimmt mit jeder folgenden PC stark ab.
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- Decorrelation Stretch nach Tayler (PC´s werden unkorreliert in
Originalvektorräume zurücktransformiert)
- Kauth-Thomas Tasseled Cap Transformation (MSS) verändert von Crist und
Cicone (TM) – 3 Dimensionen entsprechen Boden, Vegetation und
Bodenfeuchte
- Canonical Component Transformation (Alternative zu PCA wenn a priori
Information vorhanden)
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- Verbesserte geometrische und spektrale Auflösungen neuer kommerzieller
Systeme
- Weiterentwicklungen in der Softwarebranche ermöglichen neue
Möglichkeiten Expertenwissen rechnergestützt für Analysen einzubringen
(Struktur, Form, Kontextinformationen...) z.B. eCognition
(http://www.definiens-imaging.com)
- Verknüpfung mit anderen Rauminformationen in GIS
- Kleinere, schnellere Rechner und Monitore ermöglichen Arbeiten am
digitalen Datensatz vor Ort
- Projektion der Satellitendaten auf ein Digitales Höhenmodel (DEM)
ermöglichen 3D-Visualisierungen, genauere Entzerrungen und liefern
wichtige Relief und Höheninformationen
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- Landung der Shuttle (Endeavour) am 11.02.2000
- Daten decken Erdoberfläche von 60ºn - 54ºs ab
- Flughöhe 233km
- Auflösung 100m x100m x12m (bzw. 6m)
- Methode: Synthetic Aperture Radar (SAR) Aktives Mikrowellenverfahren
durch zwei parallele (virtuell verlängerte) Antennen, eine davon auf 60m
langen Auslegemast, mit denen Wellenlänge und Phasenlage aufgezeichnet
werden. Aus der Phasenlage lässt sich die Entfernung des Objektes, aus
zwei SAR-Aufzeichnungen aus verschiedenen Positionen die 3D-Koordinaten
des Pixels berechnen.
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- Richards J.A; Xiuping J.(1999): Remote Sensing Digital Image Analysis.
An Introduction. p.361
- Lillesand T.; Kiefer R.(2000): Remote Sensing and Image Interpretation.
p.724
- Stengel I.(1999): Fernerkundung in Trockengebieten.
Anwendungsmöglichkeiten und real existierende Grenzen. in „Rundgespräche
der Kommision für Ökologie, Bd.17, p.99-116
- ENVI 3.2 Tutorial: http://geog.hk/virtuallabs/rs
- ENVI 3.2 Handbook (mit der software installiert)
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